25 Jahre
Automobil-Sport-Club Bremen e.V.

Chronik zum 25jährigen Jubiläum am 15.Dezember 1978

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Bei der Wiedergründung des ADAC-Gau Weser-Ems nach dem Krieg im Jahre 1948 wurde auch der Motorsport wieder aufgenommen, und an den ersten Veranstaltungen in Deutschland nahmen wieder einige Bremer Fahrer teil. Im Jahre 1953 dann fand sich ein Kreis von Automobil-Sport-Freunden zusammen um einen eigenen Ortsclub im Gau-Weser-Ems des ADAC zu gründen: Horst Estler, Rolf Feuerhahn und Wilhelm Kurze. Der ADAC-Gausportleiter Karl-Heinz Schuh amtierte als Leiter der Gründungs- versammlung, die am 15. 12. 1953 in den Clubräumen des Bremer Grün-Gold-(Tanz)Clubs an der Riensberger Straße statt fand und an der 30 interessierte Teil- nehmer begrüßt wurden. Ein Füh- rungsteam, das mit Feuereifer an den Aufbau des jungen Clubs ging, war schnell gefunden: 
Der Gründungsvorstand: 
1. Vorsitzender Horst Estler
2. Vorsitzender und Schriftführer Wilhelm Kurze
Schatzmeister Helmut Nordhausen
Sportleiter Rolf Feuerhahn
Beisitzer Hermann Gollücke

Intensiven motorsportlichen Ambitionen gab der neue Club schon in den Anfangsjahren freien Lauf.

Bei der 11. ADAC-Winter-Sternlehm im Oberallgäu, schon wenige Wochen nach der Clubgründung, vertraten zwei Borgward-1800-Teams mit Horst Estler/Eugen Lohrig und Wilhelm Kurze/Theo Thöle sowie die gesamte Lloyd-Werksmannschaft mit Günter Roggow, Günter

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Darmstadt und Jochen Marmette auf Lloyd 400 die Bremer Farben mit Erfolg. Die Lloyd-Fahrer Friedrich Feiss, Walter Höft, Jochen Marmette., Günter Roggow, Günter Darmstadt und Heinz Peter Schuh legten dann mit ihrem Eintritt in den ASC den Grundstock für die steile Sport-Karriere des Clubs. Sportleiter Rolf Feuerhahn hatte nun die Möglichkeit, viele heiße Eisen ins Feuer der Orientierungsfahrten und Rennen jener Tage legen zu können. Stolz meldete er der Mitgliederversammlung die Erfolgspalette des ersten Sportjahres 1954: 23 aktive Mitglieder hatten zusammen 46 Gold-Plaketten, 10 Silber-Plaketten und 14 Bronze- und Erinnerungsplaketten errungen.Auf internationalen Rennpisten fuhren sich Adolf Brudes und Hans-Hugo Hartmann in die Reihe der Welt-Elite mit Ihren Erfolgen. Das Ehepaar Ernst nahm am 10. und 11. April 1954 mit einem Adler, Baujahr 1934, an der ersten Int. Sternfahrt nach Meran teil. Trotz verschneiter Alpengasse kamen die beiden in Wertung am Ziel an.

Der Club blieb seinerseits nicht untätig, das Potential seiner Motorsporterfahrungen in eigene Veranstaltungen einzubringen. Gemeinsam mit dem AC Syke richtete er am 2. Mai 1954 die 1. Nordwestdeutsche Orientierungs- und Gleichmäßigkeitsprüfung aus. Eine clubinterne Nachtorientierungsfahrt diente der Nachwuchsschulung und der sportlichen Unterhaltung dar Mitglieder. Zusammen mit dem ADAC-Gau Weser-Ems wurde eine Fahrt nach Worpswede organisiert. Nicht die eigenen Interessen standen dabei im Vordergrund. Die Motorsportler setzten Ihre Möglichkeiten ein, Bremer Waisenkindern mit diesem Ausflug eine Freude zu bereiten. Auf ähnlich motivierte Basis nahm eine andere Club-Sektion Ihre Arbeit auf: Der freiwillige Kameradschaftsdienst. Im ersten Jahr konnte er rund 125 Hilfeleistungen im Straßenverkehr verzeichnen.

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Der Erfolg des Vorjahres ermutigte ASC Bremen und AC Syke, für den 3. April 1955 zur "2. Nordwestdeutschen" einzuladen. Schon wenige Monate später trumpfte der ASC mit einem neuen Paukenschlag im Motorsportleben Nordwestdeutschlands auf. Die Weser-Ems Nachtorientierungsfahrt zog am 20. und 21. August ein großes Feld profilierter Fahrer nach Bremen. ASC-Sportler fuhren 1955 95 Gold, 31 Silber und 7 Bronze sowie 20 Erinnerungen "nach Hause".

Wachablösung am 13. März 1956. Für den ausscheidenden Gründungsvorsitzenden Horst Estler stellte sich der Gauvorsitzende des ADAC Weser-Ems Amtsgerichtspräsident Dr. Waldemar Peters zur Verfügung. Weiter wurden neu in den Vorstand gewählt: als Sportleiter Friedrich Feiss, als Beisitzer Hans Emigholz, Walter Höft und Hans A. Jacoby. Große Aufgaben schreckten den Club nicht. Am 15. und 16. April 1956 übernahm er die Verantwortung für einen Lauf zur Deutschen Automobil-Meisterschaft für Tourenwagen. "Roland-Rallye" taufte er diese motorsportliche Premiere auf dem Feld der Spezialisten. Damit setzte der Club Im deutschen Motorsport einen Meilenstein. Wurde die Rallye in diesem Jahr noch auf deutschen Boden ausgetragen, ging sie in den Folgejahren über den Nürburgring nach Belgien und in die Niederlande. Fahrtleiter Friedrich A. Feiss und seine Vorstandsfreunde sicherten sich mit ausgezeichneter Organisation und Abwicklung der ersten Roland Achtung und Anerkennung. In diese Zeit fallen auch die wechselseitigen Sport-Kontakte zwischen dem ASC und den Sportfahrern der Sektion Motor-Rennsport in der DDR. Unsere Fahrer beteiligten sich an der Bären-Rallye, Rallye Eisenach, Wartburg-Rallye und Ostsee-Bäder-Rallye.

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Nicht nur sportliche Aktivitäten kennzeichneten das Jahr 1957. Eine Kohl-und Pinkeltour führte die Mitglieder zu zwangloser und froher Ausfahrt abseits der Jagd auf Punkte und Medaillen zusammen. Den gesellschaftlichen Rahmen füllte weiter ein Frühlingsfest im Anschluß an eine Familien-Rallye sowie das traditionelle Winterfest im neuerbauten Park-Hotel aus. Am 13. März 1958 wählte die alljährliche Mitgliederversammlung im Clublokal "Malepart" einen neuen Vorsitzenden: Rechtsanwalt Hans R. Schulze trat die Nachfolge von Amtsgerichtspräsident Dr. Waldemar Peters an. Die Sportsaison 1957/58 übertraf alle Erwartungen.

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Mit 152 Teilnehmern ver-zeichnete die 2. Roland-Rallye das zweitbeste Nennungsergebnis Deutsch¬lands. Heinz Peter Schuh holte sich den Gaumeistertitel für Zuverlässigkeits¬fahrten. Die nat. und int. Rallye-Veranstaltungen waren in der Folgezeit ohne die Fahrer des Automobil-Sport-Clubs Bremen nicht mehr denkbar. Einen Ober¬blick über die beeindruckenden Leistungen der 24 ASC-Fahrer „vom Dienst. vermittelt der Jahresbericht des damaligen Sportleiter Karl-Heinz Preusse für 1960:
44 Mal starteten sie in folgenden Prüfungen:
Rallye Monte Carlo, Tulpen-Rallye, Tour d' Europa, Deutschland-Rallye, Int. Rallye Tschechoslowakei, Int. Polen Rallye, Große Preise in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und England, Bergrennen in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und Luxemburg, außerdem Int. Rallye Hanseat, Int. Leineweber-Rallye, Int. Rallye Trifels, Int. Rallye Bad Homburg, Int. Rallye Nordrhein-Westfalen, Int. Rallye Avus, Tour de Luxemburg, Int. Rallye Wies¬baden, Int Rallye Bad Neuenahr, Niedersachsenfahrt, Harz-Heide-Fahrt,Nordmarkfahrt, Rallye Ostsee-Nordsee, Winterfahrt Hessen, Wittekindfahrt, 500-km-Fahrt und das Bremerhavener Fischereihafen-Rennen.
In diesen Wettbewerben vermochten sich die Bremer Motorsportler häufig bis in die vorderen Positionen zu bringen. Allein sieben mal gelang unseren Piloten der Zieleinlauf vor allen Konkurrenten. Adolf Brudes, als erfolgreicher Rennfahrer vor dem Kriege bekannt, erhielt als erstes Mitglied des ASC die neugeschaffene höchste Auszeichnung des ADAC im Jahre 1060: Das ADAC-Sportabzeichen in Gold mit Brillanten. Protokolle der Mitgliederversammlungen jener Zeit verraten, daß sich der Club damals wie heute mit gleichgearteten Problemen herumzuschlagen hatte. Die organisatorischen Hürden, die wechselnden Nennungsergebnisse und all die negativen Oberraschungen bis zum Start einer Rallye maßen sich mit der Durchsetzungskraft der Veranstalter. Der turbulente Sportbetrieb des ASC forderte seine Opfer. Materialermüdung und Verschleißerscheinungen waren nicht zu vermeiden."Das Engagement der Clubmitglieder hat nachgelassen" mußte Wilhelm Kurze, immer noch amtierender "Vize“, auf der Hauptversammlung am 19. März 1962 bedauernd feststellen. Er warf sich in die Bresche. In Personalunion übernahm er auch noch das Amt des zurückgetretenen Sportleiters Karl-Heinz Preusse.

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Schatzmeister Hans Emigholz beklagte zum ersten Mal in der Geschichte des ASC ein Defizit in der Club-Bilanz. Der Clubvorstand steuerte behutsam gegen, Aufwärts-Dynamik versprach man sich durch Tapetenwechsel.

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1963 zog der ASC In die Monte II am Stadtwald um. In alter Frische präsentierte sich der Club 1964 zur Zehn-Jahr-Feler. Vorsitzender Hans R. Schulze begrüßte zum Herrenessen im Park-Hotel führende Vertreter all jener Institutionen, Behörden, Verbände und von Presse, Funk und Fernsehen, mit denen der ASC durch seine sportlichen und gesellschaftlichen Unternehmungen auf vielen Ebenen Verbindungen knüpfte. Im Jubiläumsjahr durchbrach der Umsatz des Clubs die Schallmauer von 100 000 Mark. Ein Überschuß von 4600 Mark erfreute die 101 Mitglieder. Ein wahrer Auszeichnungsregen ergoß sich über die im Automobilsport längst zu Ruhm und Ehren gekommenen ASC- Aktiven. Die wichtigsten Ehrungen: ADAC-Sportabzeichen In Gold mit Brillanten für Waldemar Warmbold; ADAC- Sportabzelchen in Gold für Johann F. Bischoff; Karl W. Kaminski und Dieter Tronnier; Goldene Sportnadel mit goldenem Schild für Franz-Ludwig Koch-Rodes; Ewald-Kroth-Medaille in Gold für Rolf Feuerhahn. Gleich zweimal hintereinander sicherte sich Waldemar Warmbold 1983 und 1964 die Gaumeisterschaft im Wagenrennen. Zwei weitere Titel für den ASC erfahren sich 1964 Franz-Ludwig Koch-Bodes und Karl Willehad Kaminski. Sie holten die Norddeutsche Meisterschaft für Zuverlässigkeitsfahrten nach Bremen. Das Winterfest des Clubs war und ist in der Hansestadt in jeder Saison Auftakt und einer der gesellschaftlichen Höhepunkte.

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Seinen 25.Gründungstag hält der Club in besonderer Weise hoch. Das sogenannte "Herrenessen" zu diesem Termin hat sich als feste Institution eingebürgert. Es gibt Gelegenheit. in gelöster Atmosphäre zum Abschluß des Sportjahres bei Kohl und Pinkel Bilanz zu ziehen und den Mitgliedern für die geleistete Arbeit zu danken. Einige Schlaglichter auf die Saison 1965: Die Roland-Rallye hatte 148, die 11. Weser-Ems-Nachterlentierungstahrt 126 Teams am Start. Die TausendJahr-Feier der Hansestadt forderte den vollen Einsatz des ASC. Unter seiner Ägide kamen „3 Tage des Automobile ins Rollen. Eine Auto-Parade begeisterte Tausende im Bürgerpark. Dazu mobilisierte der Club Motorsportler aus vielen Ländern zu einer „Int. Sternfahrt. nach Bremen und fand mit der Durchführung zu einer „Int Veteranen-Rallye ein beachtliches Echo. Der Sport meldete folgende Erfolge: Heinz-Peter Schuh erhielt das ADAC-Sportabzeichen in Gold mit Brillanten, Dr. A. Pohl das ADAC-Sportabzeichen in Gold. Waldemar Warmbold wurde wieder Gaumeister für Wagenrennen. Karl-Heinz Schuh wurde mit der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz ausgezeichnet. Friedrich A. Feiss mit der Ewald-Kroth-Medaille in Gold. Die Mitgliederversammlung am 7. Februar 1966 wählte Jürgen Lange, Werner Oetting und Franz-Ludwig Koch-Bodes als neue Beisitzer In den Vorstand. Ein Jahr später löste Klaus Meyer-Efland Schriftführer Rolf Feuerhahn ab, der 14 Jahre ein gewichtiges Wort im Clubvorstand mitzureden hatte. Vorstandspositionen wechselten in der Folgezeit recht häufig.
1987 übernahm Franz-Ludwig Koch-Bodes die Aufgaben des Sportleiters und Jürgen Liesche wurde als Beisitzer gewählt. 1969 löste Dr. Peter Borgward den Schriftführer ab. Mit sechs neuen Mitgliedern brachte das Jahr 1970 die ‚bis dahin stärkste Veränderung im Vorstand, zweiter Vorsitzender wurde Friedrich W. Baumann, Schatzmeister Jürgen Lange, Sportleiter Klaus DOnath und Beisitzer Lüder Kleppe und Doris Franken. Ein Jahr später bereits rotierte das Ämterkarussell noch heftiger. Vorsitzender Hans R. Schulze gab nach 14jähriger Clubführung den Vorsitz an Claus Thielbar ab. Die schriftliche Vereinsarbeit ließ sich Lüden Kleppe übertragen. Als Beisitzer amtierten Gerhard Schnau, Klaus Huss, Rolf de Vüst, Ludwig Bülle und Karl Bruckert.
Die besten Clubfahrer tragen sich 1971 wieder mit besonderen Leistungen in das Ehrenbuch der Motorsportler ein. So glänzte Hans Döhle als gaubester Orientierungsfahrer, Rolf de Vüst plazierte sich im Automobil-Slalom als Vizemeister im ADAC-Gau. Auch Winfried Hoffmann und Lüden Kleppe liegen in dieser Disziplin aufhorchen. Sie belegten den zweiten und dritten Platz im Gaubestenwettbewerb Slalom.
Die Schwierigkelten beim Organisieren von Rallyes und Orientierungsfahrten nahmen von Jahr zu Jahr zu. Auf behördliche Anordnung wurde eine generelle Genehmigungssperre für Niedersachsen ausgesprochen, so daß die Weser-Ems ausfallen mußte. Einmalig war der Erfolg der Roland-Rallye auf der Hansewelle Bremen im Jahr 1972. Durch die Zusammenarbeit mit Radio Bremen war es möglich, über 36 Stunden lang den Rundfunkhörern eine Motorsportveranstaltung durch Berichte von der Strecke und Situationsschilderungen darzustellen. Mit weiteren Attraktionen trat der ASC 1972 an die Offentlichkeit und zwar mit einem Slalom auf der Bürgerweide, der "Nacht für Jedermann", einem speziellem Angebot für den Orientierungs-Nachwuchs und Clubtraining auf dem „Circuit van Zandvoort" in Holland.

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Als sich die Energiekrise 1973 auswirkte, verzichtete der ASC freiwillig auf die Durchführung der bereits fertig konzipierten 18. Weser-Ems-Nachtorlentierungsfahrt, noch bevor das grundsätzliche Fahrverbot ausgesprochen wurde. Eine bittere Entscheidung für den Vorstand, der von dem neugewählten Gerhard Schnau angeführt wurde. Diese Krise wirkte in den stärker werdenden Forderungen von Umweltschützern weiter. Leider mißbrauchten einige Übereifrige die Situation, um gegen den Motorsport zu polemisieren. Die bittere Konsequenz: Der Aufwand, eine Motorsport-Veranstaltung zu organisieren, stieg in ungeahnte Dimensionen. Ein Club allein konnte sich nicht mehr daran Wagen, zwei oder mehrere Wettbewerbe im Jahr durchzuziehen. Der ASC beschloß, seine Kräfte auf die Weser-Ems-Nachtorientierung zu konzentrieren, als die Beschränkungen wieder aufgehoben wurden. Später als In Süddeutschland wurde bei uns zu dieser Zeit damit begonnen, Rallye-Veranstaltungen nur noch durch Wertungsprüfungen und nicht durch Orientierungsaufgaben zu entscheiden. So starteten die Fahrtleiter Karl Bruckert und Heinz Vollmer die Weser-Erms- Nachlorientierunn 1974 mit etlichen Neuerungen. Der Ortsclub Delmenhorst  wurde als Partner für den Wettbewerb gewonnen. Die Teilnehmer bestätigten den Fahrtleitern, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Ein neuer Anfang war getan. Das Winterfest wurde zum ersten Mal im Esso-Motor-Hotel durchgeführt und brachte einen sehr stimmungsvollen Abschluß der Saison.

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In diesem Jahr kam Heinz Brandt als Beisitzer neu in den Vorstand. Mit Herrenessen und Kinderweihnachtsfeier ging dieses Jahr zu Ende. Auf der Mitgliederversammlung am 3. Februar 1975 In der Munte II wurde Rüdiger Wiesemann als Beisitzer in den Vorstand gewählt. In diesem Jahr hatte der ASC die Konsequenzen aus dem neuen Rallye-Konzept gezogen und die nun fällige Namensänderung durchgeführt. Im Oktober fand die Int. ADAC-Rallye Weser-Ems statt. Die Teilnehmer wurden vom Schirmherrn, SKH Dr. Louis-Ferdinand Prinz von Preußen, auf die 420 km lange Reise geschickt. Außerdem waren die Orientierungsfahrt "Nacht für Jedermann" sowie der Slalom auf der Bürgerweide Zeichen der sportlichen Aktivität des Clubs. Der Chronist vermeldet neue Erfolge und Ehrungen von Mitgliedern. Friedrich A. Feiss erhielt die Ewald-Kroth-Medaille In Gold mit Kranz. Mit dem Titel Gaumeister Slalom für Gruppe-1-Fahrzeuge schmückte sich Willi Pundt. Rolf Könitz kam hier auf Platz 3.

Winterfest und Herrenessen waren auch in diesem Jahr der Saison-Ausklang. Auf der Mitgliederversammlung am 2. Februar 1976 wurden Michael Pledl zum Schriftführer, Rüdiger Wiesemann zum Sportleiter und Lüder Kleppe zum Beisitzer gewählt In diesem Jahr hatte sich der Club eine Bewerber-Lizenz besorgt, so daß die vielen Aktiven den Namen ASC Bremen bei Veranstaltungen vertreten konnten. Verbunden damit wer eine Sportförderung. als Anreiz. den Motorsport aktiv zu betreiben. Am 8/9. Mai war wieder ein Renntraining auf dem Djurslandring in Dänemark. Diese Veranstaltung machte nicht nur den "Heizern" viel Freude, sondem diente auch im geselligen Kreis dazu, Freundschaften zu knüpfen oder zu vertiefen. Die XX. Int. ADAC-Rallye Weser-Ems fand im gleichen Rahmen wie im Vorfahr, am 16/17. Oktober 1976 statt.
Das Jahr 1977 stand ganz im Zeichen dieser Rallye, da sie diesmal als Lauf zur Deutschen Automobil-Rallye-Meisterschaft gewertet wurde. Zuvor mußte aber noch der Vorstand verändert werden: Als 2. Vorsitzender wurde Lüder Kleppe gewählt, Heinz Vollmer und Günter Tschey kamen als Beisitzer hinzu.

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Die "Weser-Ems" wurde in Achim von Bürgermeister Rippich gestartet und verlief in einer großen Acht im Reg. Bez. Stade. Die Siegerehrung wurde im Bremer Rathaus von Senator Helmut Fröhlich vorgenommen. Eine schwierige Aufgabe für eine junge Mannschaft war mit gutem Erfolg gemeistert worden. Legten doch die Profis unter den Fahrern Wert darauf, keine FreizeikVeranstaltung vorzufinden. Das Jahr 1978 benutzte der Club dazu, über die vergangenen jüngsten Aktivitäten nachzudenken und neue Kräfte zu sammeln. Und das war gut so. Losgelöst von der Verpflichtung, Veranstaltungen zu organisieren, konnten persönliche Kontakte zwischen den Vorstandsmitgliedern untereinander und zu den Clubmitgliedern gefestigt werden. Der Vorstand wurde neu gewählt und setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Rüdiger Wiesemann
2. Vorsitzender Lüder Kleppe
Schriftführer Percy Tillery
Schatzmeister Jürgen Lange
Sportleiter Heinz Vollmer
Beisitzer Heinrich Brand
Beisitzer Karl Bruckert
Beisitzer Lutz Peper
Beisitzer Günther Tschey
Das ASC-Winterfest 78 fand wieder zu seiner früheren Bedeutung zurück. Zu den Klängen der vier „Hooligans" tanzten einhundertachtzig Besucher bis in den frühen Morgen. Nur das Ende der musikalischen Darbietungen konnte die noch verbliebenen Gäste zum Aufbruch bewegen. Das Fest wurde aufgelockert durch Tänze von Sportlern des Grün-Gold-Clubs Bremen.
Diese Chronik wäre unvollständig, würden nicht einige Ausblicke in die Zukunft des Clubs getan. Zusammen mit dem MSC „Aller-Leine" Rethem wird der ASC Bremen am 5. Mai 1979 die Int. ADAC-Roland-Rallye 1979 als Lauf zur Deutschen Automobil-Rallye-Meisterschaft 1979 veranstalten. Zu dieser Veranstaltung werden die Erfahrungen der Int. ADAC-Aller-Leine-Rallye der Int. ADAC-Rallye Weser-Ems vereinigt. Neben der Durchführung anspruchsvoller Veranstaltungen muß das Augenmerk auf die Nachwuchs-Fahrer gerichtet bleiben. Unter Anleitung erfahrener Renn- und Rallyefahrer werden sie über den Clubsport, Beifahrer-Seminare, Veranstaltungsbesuche und Teilnahme an Wettbewerben an den Sport herangeführt. Der Club kann seinen Aufgaben nur dann gerecht werden, wenn er von Idealismus und Tatkraft der Mitglieder getragen wird, und diese Voraussetzungen müssen natürlich gewachsen sein, wenn sie Bestand haben sollen.

Text und Zusammenstellung dieser Chronik "25 Jahre ASC Bremen": Lüder Kleppe

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